Barschangeln mit Schwerpunkt Elbe in Sachsen
Unser Sportfreund Helmar hat diesen Artikel zum Barschangeln aufbereitet und unseren Sportfreunden zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Die Faszination des Barschangelns
Der Flussbarsch gehört zu den häufigsten und bekanntesten Raubfischen unserer heimischen Gewässer. Ob in Seen, Flüssen oder Kanälen – der gestreifte Räuber ist vielerorts anzutreffen und begeistert Angler durch sein neugieriges, aber auch unberechenbares Verhalten.
Besonders kleinere Barsche sind häufig in Schwärmen unterwegs. Größere Exemplare werden dagegen zunehmend zu Einzelgängern oder ziehen in kleinen Gruppen umher.
Die besondere Herausforderung beim Barschangeln liegt darin, die Fische aufzuspüren, ihr Verhalten zu verstehen und mit der richtigen Angeltechnik zum Biss zu verleiten.
Während Barsche ab 30 Zentimetern bereits als stattliche Exemplare gelten, beginnt für viele leidenschaftliche Barschangler die besondere Herausforderung bei der magischen 40-Zentimeter-Marke.
Ein solcher Fisch ist etwas Besonderes. Je nach Gewässer, Nahrungsangebot und Wachstumsbedingungen kann ein 40 Zentimeter langer Barsch ungefähr 10 bis 15 Jahre alt sein, manchmal auch deutlich älter oder jünger.
Unter vielen passionierten Barschanglern gilt deshalb ein ungeschriebenes Ehrenprinzip:
„Steht eine Vier vorne, darf der Fisch wieder schwimmen.“
Damit leisten wir einen freiwilligen Beitrag zum Erhalt großer, wertvoller Laichfische und geben auch zukünftigen Generationen die Chance, einen solchen Ausnahmebarsch zu fangen.
Denn beim Barschangeln geht es nicht nur um den Fang, sondern um die Freude an der Natur, die richtige Strategie und den besonderen Moment, wenn ein kapitaler Barsch am Haken hängt.
Angeltechnik 1: Dropshot-Angeln auf Barsch
Die Technik
Das Dropshot-Angeln gehört zu den besonders effektiven Methoden, um Barsche gezielt zu beangeln. Der große Vorteil dieser Technik besteht darin, dass der Köder nahezu auf der Stelle angeboten werden kann, ohne ständig über den Gewässergrund gezogen werden zu müssen.
Beim Dropshot-Angeln befindet sich das Blei am Ende der Schnur. Der eigentliche Köder wird an einem darüberliegenden Haken befestigt. Dadurch lässt sich der Köder mit kleinen Bewegungen der Rutenspitze besonders natürlich präsentieren.
Entscheidend ist die richtige Wahl des Dropshot-Bleis. Gerade beim Angeln in Flüssen mit stärkerer Strömung muss das Blei ausreichend schwer sein, um zuverlässig den Gewässergrund zu erreichen und möglichst dort liegen zu bleiben.
Ebenso wichtig ist der Abstand zwischen Blei und Köder. Dieser sollte sich danach richten, in welcher Wassertiefe die Barsche stehen. Halten sich die Fische unmittelbar über dem Grund auf, wird ein geringerer Abstand gewählt. Stehen sie etwas höher, kann der Abstand entsprechend vergrößert werden.
Ein besonderer Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sich der Köder auch bei ruhendem Blei durch leichte Bewegungen der Rutenspitze und die natürliche Wasserströmung verführerisch bewegen lässt.
Dropshot eignet sich besonders für das gezielte Angeln an Spundwänden, Brücken, Hafeneinfahrten, Steinpackungen und anderen Bereichen, in denen sich Barsche bevorzugt aufhalten.
Die richtige Ausrüstung
Beim Dropshot-Angeln empfiehlt sich eine leichte, feinfühlige Spinnrute mit einem ausreichend straffen Rückgrat und einer sensiblen Rutenspitze.
Das straffe Rückgrat ermöglicht eine kontrollierte Köderführung, präzise Würfe und einen sicheren Anhieb. Die feinfühlige Spitze hilft dabei, vorsichtige Bisse zu erkennen und die Bewegungen des Köders gezielt zu steuern. Gleichzeitig kann sie leichte Bewegungen des Fisches abfedern.
Für das klassische Dropshot-Angeln auf Barsch eignen sich besonders Ruten mit einer Länge von etwa 2,10 bis 2,40 Metern und einem Wurfgewicht von ungefähr 5 bis 25 Gramm. Je nach Strömung und benötigtem Bleigewicht kann auch eine kräftigere Rute sinnvoll sein.
Dazu passt eine leichte Stationärrolle der Größe 1000 bis 2500, kombiniert mit einer dünnen geflochtenen Hauptschnur und einem Vorfach aus Fluorocarbon.
Entscheidend ist nicht die härteste Rute, sondern das Zusammenspiel aus einem straffen Rückgrat und einer sensiblen Spitze, damit sowohl Grundkontakt als auch feine Köderbewegungen gut wahrgenommen werden können.
Besonderheiten beim Dropshot-Angeln in der Elbe
Für uns als Elbangler spielt die richtige Wahl des Dropshot-Bleis eine besonders wichtige Rolle. Durch die teilweise kräftige Strömung der Elbe muss das Blei ausreichend schwer sein, um zuverlässig den Gewässergrund zu erreichen und dort möglichst stabil liegen zu bleiben.
Ist das Blei zu leicht, wird die Montage von der Strömung mitgerissen. Der Köder lässt sich dann nicht mehr gezielt an der gewünschten Stelle präsentieren.
Das Besondere am Dropshot-Angeln ist, dass der Köder oberhalb des Bleis angeboten wird. Während das Blei den Grundkontakt hält, kann sich der Köder durch die Strömung nahezu von allein bewegen. Kleine Bewegungen der Rutenspitze reichen häufig aus, um einen Barsch zum Anbiss zu verleiten.
Auch der Abstand zwischen Blei und Köder ist entscheidend. Er sollte so gewählt werden, dass der Köder möglichst genau in der Wassertiefe angeboten wird, in der sich die Barsche aufhalten.
Unser Tipp für die Elbe
Lieber ein etwas schwereres Blei verwenden, das zuverlässig Grundkontakt hält, als eine zu leichte Montage, die unkontrolliert von der Strömung abgetrieben wird.
Das Bleigewicht sollte dabei immer so leicht wie möglich und so schwer wie nötig gewählt werden.
Beim Dropshot-Angeln kommt es nicht darauf an, den Köder möglichst schnell zu bewegen. Häufig sind es gerade die kleinen, kaum wahrnehmbaren Bewegungen und längeren Pausen, die einen vorsichtigen Barsch zum Biss verleiten.
Angeltechnik 2: Jiggen mit dem Gummifisch
Die Technik
Das Jiggen mit dem Gummifisch gehört zu den beliebtesten und vielseitigsten Methoden beim Barschangeln. Bei dieser Angeltechnik wird der Köder überwiegend in Grundnähe geführt und durch gezielte Bewegungen der Rutenspitze oder der Rolle immer wieder vom Gewässergrund angehoben.
Dabei entsteht eine hüpfende Bewegung, bei der der Köder vom Grund aufsteigt und anschließend wieder absinkt. Gerade in dieser Absinkphase erfolgen häufig die Bisse der Barsche.
Wie sich der Köder unter Wasser bewegt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Köderform und der Geschwindigkeit der Köderführung spielt insbesondere die Wahl des richtigen Jigkopfes eine entscheidende Rolle.
Die Wahl des richtigen Jigkopfes
Jigköpfe gibt es in unterschiedlichen Gewichten und Formen. Besonders verbreitet sind klassische Rundköpfe, die eine vielseitige Köderführung ermöglichen.
Daneben gibt es spezielle Kopfformen, die das Verhalten des Köders am Gewässergrund beeinflussen.
Ein Beispiel ist das sogenannte Ned-Rig. Hierbei wird ein spezieller, häufig abgeflachter Jigkopf verwendet, der in Verbindung mit einem schwimmfähigen Gummiköder dafür sorgen kann, dass sich dieser am Gewässergrund aufrichtet. Dadurch entsteht eine besonders natürliche und unauffällige Präsentation.
Entscheidend ist jedoch nicht nur die Form, sondern vor allem das Gewicht des Jigkopfes.
Grundsätzlich sollte der Jigkopf so leicht wie möglich und nur so schwer wie nötig gewählt werden.
Das Gewicht muss ausreichen, damit der Köder zuverlässig den Gewässergrund erreicht und während der Führung ein kontrollierter Grundkontakt möglich bleibt.
Ein zu schwerer Jigkopf lässt den Köder häufig unnatürlich schnell absinken und kann seine Beweglichkeit einschränken.
Gerade beim Angeln in der Elbe muss dabei die Strömung berücksichtigt werden. Je nach Strömungsgeschwindigkeit, Wassertiefe und Angelentfernung können unterschiedliche Jigkopfgewichte erforderlich sein.
Die Vielfalt der Gummiköder
Beim Jiggen kommen längst nicht mehr ausschließlich klassische Gummifische zum Einsatz.
Das Angebot reicht von kleinen Gummikrebsen über künstliche Würmer bis hin zu unterschiedlichsten Nachbildungen natürlicher Beutetiere.
Gummifische sind in nahezu allen Größen, Farben und Formen erhältlich.
Besonders entscheidend ist dabei häufig die Form des Köders und insbesondere seine Schwanzform.
Ein Gummifisch mit einem ausgeprägten Schaufelschwanz erzeugt beim Einholen deutlich wahrnehmbare Bewegungen und Druckwellen im Wasser.
Andere Köder, beispielsweise solche mit einem schmalen V-Schwanz oder einem geraden Schwanz, bewegen sich wesentlich dezenter.
Welche Variante die Barsche bevorzugen, kann sich von Tag zu Tag verändern.
An manchen Tagen reagieren die Fische besonders gut auf Köder mit einer ausgeprägten Eigenaktion und starken Vibrationen. An anderen Tagen bevorzugen sie eine wesentlich ruhigere und zurückhaltendere Präsentation.
Die richtige Köderwahl ist deshalb immer auch eine Frage des Ausprobierens.
Köderfarben – natürlich oder auffällig?
Bei der Wahl der Köderfarbe gehen die Meinungen unter Barschanglern häufig auseinander.
Natürlich gefärbte Gummifische, die kleine Beutefische nachahmen, gehören ebenso zur Grundausstattung wie auffällige Kunstköder.
Aus unserer Erfahrung spielt die Köderform und die damit verbundene Bewegung unter Wasser häufig eine größere Rolle als die eigentliche Farbe.
Deshalb sollte man auch keine Angst davor haben, ungewöhnliche Farben auszuprobieren.
Gerade auffällige Farbtöne wie Pink, Lila oder kräftige Grünvarianten, beispielsweise Green Tomato, können Barsche zum Anbiss verleiten.
Solche Farben müssen nicht zwangsläufig einem natürlichen Beutefisch entsprechen. Sie können durch ihre Auffälligkeit zusätzliche Reize setzen.
Welche Farbe tatsächlich erfolgreich ist, hängt unter anderem von den Lichtverhältnissen, der Wassertrübung und dem Verhalten der Fische ab.
Die richtige Köderführung
Beim Jiggen gibt es nicht die eine Köderführung, die immer funktioniert.
Manchmal reagieren Barsche besonders gut auf kräftige Bewegungen der Rutenspitze, bei denen der Köder deutlich vom Gewässergrund abhebt.
An anderen Tagen ist eine langsame und zurückhaltende Führung erfolgreicher.
Auch das einfache, gleichmäßige Einholen eines Gummifisches kann Bisse bringen.
Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Faulenzermethode, die vielen Anglern vom Zanderangeln bekannt ist.
Hierbei wird der Köder beispielsweise durch zwei Kurbelumdrehungen angehoben. Anschließend folgt eine Pause, in der der Gummifisch wieder zum Gewässergrund absinkt.
Besonders wichtig ist es, die Absinkphase aufmerksam zu beobachten, da Barsche häufig genau in diesem Moment zupacken.
Unser Tipp: Nicht stur an einer Köderführung festhalten. Wer regelmäßig zwischen schnellen, langsamen, aggressiven und ruhigen Bewegungen wechselt, findet häufig schneller heraus, worauf die Barsche gerade reagieren.
Die richtige Ausrüstung
Zum klassischen Jiggen auf Barsch empfiehlt sich eine leichte bis mittelschwere Spinnrute mit einem straffen Rückgrat und einer sensiblen Spitze.
Eine ausreichend straffe Rute ermöglicht es, den Jigkopf kontrolliert anzuheben und den Köder gezielt über den Gewässergrund zu führen.
Gleichzeitig sollte die Rutenspitze feinfühlig genug sein, um Grundkontakte und vorsichtige Bisse zuverlässig wahrzunehmen.
Für das Barschangeln eignen sich beispielsweise Ruten mit einer Länge von etwa 2,10 bis 2,40 Metern und einem Wurfgewicht zwischen 5 und 25 Gramm.
Dazu passt eine Stationärrolle der Größe 1000 bis 2500 mit einer dünnen geflochtenen Hauptschnur und einem Fluorocarbon-Vorfach.
Die konkrete Zusammenstellung richtet sich nach den verwendeten Ködern, den Jigkopfgewichten und den Bedingungen am Gewässer.
Besonderheiten beim Jiggen in der Elbe
Für uns als Elbangler spielt die Strömung bei dieser Angeltechnik eine wichtige Rolle.
Der Jigkopf muss so gewählt werden, dass der Gummifisch trotz der Strömung kontrolliert in Grundnähe geführt werden kann.
Dabei gilt es, einen guten Kompromiss zwischen ausreichendem Grundkontakt und einer möglichst natürlichen Köderbewegung zu finden.
Ein zu leichter Jigkopf kann dazu führen, dass der Köder unkontrolliert abgetrieben wird. Ein zu schwerer Jigkopf hingegen kann die Köderführung unnötig erschweren.
Besonders interessant sind strömungsberuhigte Bereiche, Buhnenfelder, Strömungskanten und Übergänge zwischen unterschiedlichen Gewässertiefen.
Hier können Barsche auf vorbeiziehende Beutefische lauern.
Ein entscheidender Punkt beim Jiggen ist die richtige Montage des Gummiköders.
Der Gummifisch sollte möglichst gerade auf den Jigkopf aufgezogen werden. Sitzt er schief, kann dies seine natürliche Bewegung erheblich beeinträchtigen.
Deshalb empfiehlt es sich, den Sitz des Köders regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls zu korrigieren.
Auch beim Jigkopfgewicht lohnt sich das Experimentieren.
Unser Grundsatz: Lieber mit einem möglichst leichten Jigkopf beginnen und das Gewicht nur dann erhöhen, wenn der notwendige Grundkontakt nicht mehr zuverlässig hergestellt werden kann.
Letztendlich entscheiden die Barsche selbst, welche Köderform, Farbe und Führung an einem bestimmten Tag erfolgreich ist.
Wer verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und das Verhalten der Fische aufmerksam beobachtet, wird beim Jiggen langfristig erfolgreicher sein.
Angeltechnik 3: Spinner, Jigspinner, Spinnerbaits, Chatterbaits und andere Metallköder
Die Technik
Das Angeln mit Spinnern, Jigspinnern, Spinnerbaits, Chatterbaits und anderen Metallködern gehört zu den klassischen und zugleich vielseitigsten Methoden beim Barschangeln.
Die Auswahl dieser Kunstköder ist nahezu grenzenlos. Unterschiedliche Formen, Größen, Gewichte und Farben ermöglichen es, Barsche unter verschiedensten Bedingungen gezielt zu beangeln.
Das Besondere an diesen Ködern ist ihre Fähigkeit, durch Bewegung, Druckwellen und Lichtreflexe die Aufmerksamkeit der Fische zu erregen.
Während einige Köder mit rotierenden Metallblättern arbeiten, erzeugen andere durch vibrierende oder taumelnde Bewegungen ihre besondere Lockwirkung.
Gerade Barsche reagieren häufig sehr neugierig und teilweise ausgesprochen aggressiv auf solche Reize.
Die verschiedenen Köderarten
Spinner
Der klassische Spinner besitzt ein rotierendes Metallblatt, das beim Einholen Druckwellen und Lichtreflexe erzeugt.
Je nach Größe und Form des Spinnerblattes entstehen unterschiedlich starke Vibrationen.
Besonders bekannt sind die klassischen Mepps-Spinner, die seit vielen Jahren erfolgreich beim Barschangeln eingesetzt werden.
Jigspinner
Jigspinner sind kompakte, meist relativ schwere Metallköder mit einem rotierenden Spinnerblatt.
Durch ihr Gewicht lassen sie sich häufig besonders weit werfen und in unterschiedlichen Wassertiefen führen.
Sie eignen sich hervorragend, um größere Wasserflächen systematisch nach aktiven Barschen abzusuchen.
Spinnerbaits
Spinnerbaits besitzen einen charakteristischen Drahtarm, an dem ein oder mehrere Spinnerblätter befestigt sind.
Der eigentliche Köder besteht häufig aus einem beschwerten Haken mit einem Fransenköder, dem sogenannten Skirt.
Durch die rotierenden Spinnerblätter können erhebliche Druckwellen entstehen.
Gerade größere Spinnerbaits mit entsprechend großen Spinnerblättern erzeugen einen kräftigen Reiz unter Wasser.
Chatterbaits
Chatterbaits besitzen ein Metallplättchen vor dem eigentlichen Köder.
Dieses Plättchen rotiert nicht wie bei einem klassischen Spinner, sondern bewegt sich beim Einholen schnell seitlich hin und her.
Dadurch entstehen starke Vibrationen, die sich teilweise sogar deutlich bis in die Angelrute übertragen.
Chatterbaits können besonders dann erfolgreich sein, wenn Barsche auf auffällige und druckvolle Köder reagieren.
Blinker und andere Metallköder
Auch klassische Blinker und kleine metallische Fischimitationen gehören zu dieser Ködergruppe.
Sie erzeugen durch ihre taumelnden Bewegungen Lichtreflexe und können sowohl gleichmäßig eingeholt als auch mit wechselnden Geschwindigkeiten geführt werden.
Druckwellen und Lichtreflexe als entscheidender Reiz
Ein wesentlicher Vorteil dieser Köder liegt in der Kombination aus Bewegung, Druckwellen und optischen Reizen.
Besonders Spinnerblätter erzeugen unter Wasser deutliche Druckwellen, die von Barschen über ihr Seitenlinienorgan wahrgenommen werden können.
Gleichzeitig entstehen durch die reflektierenden Metalloberflächen auffällige Lichtblitze.
Diese Kombination kann Barsche auch dann zu einem Angriff verleiten, wenn sie nicht unmittelbar auf Nahrungssuche sind.
Dabei spielt die Größe der Spinnerblätter eine wichtige Rolle.
Größere Spinnerblätter erzeugen häufig stärkere Druckwellen und einen deutlich spürbaren Widerstand beim Einholen.
Deshalb sollte man beim Barschangeln nicht grundsätzlich nur zu möglichst kleinen Ködern greifen.
Gerade aktive Barsche können ausgesprochen aggressiv auf größere und druckvollere Köder reagieren.
Die richtige Köderführung
Auch bei Metallködern gibt es keine Köderführung, die unter allen Bedingungen gleichermaßen erfolgreich ist.
Durch unterschiedliche Gewichte, Köderformen und Einholgeschwindigkeiten lässt sich beeinflussen, in welcher Wassertiefe der Köder angeboten wird.
Leichtere Köder eignen sich häufig besonders für flachere Gewässerbereiche, während schwerere Varianten auch in größeren Tiefen eingesetzt werden können.
Entscheidend ist dabei immer das Zusammenspiel zwischen Ködergewicht, Strömung und Einholgeschwindigkeit.
Manchmal ist eine langsame, gleichmäßige Führung erfolgreich.
An anderen Tagen reagieren Barsche besser auf schnelle Bewegungen, kurze Beschleunigungen oder plötzliche Richtungswechsel.
Auch kurze Absinkphasen können zusätzliche Bisse auslösen.
Wichtig ist, verschiedene Geschwindigkeiten und Lauftiefen auszuprobieren.
Köderfarben – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Metallköder sind in unzähligen Farbvarianten erhältlich.
Neben klassischen silbernen, goldenen und bronzefarbenen Ausführungen gibt es zahlreiche auffällige Farbkombinationen.
Dabei können bereits kleine Veränderungen einen Unterschied machen.
Ein schönes Beispiel aus unserer eigenen Angelerfahrung sind die klassischen bronzefarbenen Mepps-Spinner der Größe 3 mit roten Punkten.
Als diese Variante zeitweise nicht erhältlich war, haben wir die roten Punkte kurzerhand selbst mit Nagellack auf die Spinnerblätter aufgetragen.
Und wir haben auf diese Kombination geschworen!
Ob tatsächlich die roten Punkte, die Bewegung oder andere Faktoren für den Erfolg verantwortlich waren, lässt sich natürlich nicht eindeutig sagen.
Aber genau solche Erfahrungen machen das Barschangeln interessant.
Beim Experimentieren mit Köderfarben, Formen und Größen sind der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt.
Die richtige Ausrüstung
Für das Angeln mit Spinnern, Jigspinnern und kleineren Metallködern eignen sich leichte bis mittelschwere Spinnruten.
Eine Rutenlänge von etwa 2,10 bis 2,40 Metern und ein Wurfgewicht von ungefähr 5 bis 25 Gramm bieten für viele Anwendungen eine gute Grundlage.
Die Rute sollte ausreichend Rückgrat besitzen, gleichzeitig aber auch die Bewegungen des Köders und die teilweise kräftigen Bisse der Barsche abfedern können.
Besonders bei größeren Spinnerbaits und Chatterbaits ist darauf zu achten, dass diese Köder einen erheblichen Wasserwiderstand erzeugen können.
Hier kann eine etwas kräftigere Rute sinnvoll sein.
Eine Stationärrolle der Größe 2000 bis 2500 mit geflochtener Hauptschnur eignet sich für viele dieser Angeltechniken.
Besonderheiten beim Angeln in der Elbe
Für uns als Elbangler spielt auch bei Metallködern die Strömung eine entscheidende Rolle.
Gerade an Buhnen, Strömungskanten und Übergängen zwischen ruhigem und schneller fließendem Wasser können diese Köder besonders erfolgreich eingesetzt werden.
Dabei muss die Köderführung immer an die jeweiligen Strömungsverhältnisse angepasst werden.
Ein Spinner, der in ruhigem Wasser hervorragend läuft, kann sich in starker Strömung völlig anders verhalten.
Auch das Gewicht des Köders beeinflusst, ob dieser in der gewünschten Wassertiefe geführt werden kann.
Besonders interessant ist das gezielte Absuchen von Buhnenfeldern und Strömungskanten.
Hier können Spinner, Jigspinner und Spinnerbaits ihre Stärken ausspielen.
Gerade wenn Barsche aktiv auf Druckwellen reagieren, kann ein größerer Spinnerbait mit kräftig rotierenden Blättern eine ausgezeichnete Wahl sein.
Vorsicht vor Hängern
Bei vielen Metallködern kommen Drillinge zum Einsatz.
Diese können zwar für eine gute Hakwahrscheinlichkeit sorgen, erhöhen jedoch auch die Gefahr von Hängern.
Gerade in der Elbe mit ihren Steinpackungen, Buhnen und teilweise hindernisreichen Gewässerabschnitten sollte deshalb besonders auf die Köderführung geachtet werden.
Ein zu tief geführter Spinner oder Blinker kann schnell zwischen Steinen hängen bleiben.
Spinnerbaits mit nach oben gerichtetem Einzelhaken können in manchen Situationen eine etwas hängerärmere Alternative darstellen.
Unabhängig von der Köderart sollte beim Lösen und Abhaken gefangener Barsche vorsichtig vorgegangen werden.
Unser Tipp aus der Praxis
Wenn beim Barschangeln mit Gummifischen oder anderen Ködern einmal überhaupt nichts funktioniert, lohnt sich der Griff zum Metallköder.
Unsere Erfahrung hat immer wieder gezeigt, dass gerade Spinner und andere druckvolle Köder auch an schwierigen Angeltagen noch Barsche zum Anbiss verleiten können.
Dabei sollte man sich nicht ausschließlich auf kleine Köder beschränken.
Ein größerer Spinner mit einem kräftig rotierenden Blatt oder ein Spinnerbait mit starken Druckwellen kann genau der Reiz sein, auf den die Barsche in diesem Moment reagieren.
Auch hier gilt: Unterschiedliche Farben, Gewichte, Ködergrößen und Führungsgeschwindigkeiten ausprobieren.
Denn letztendlich entscheiden die Fische, welcher Köder an einem bestimmten Tag erfolgreich ist.
Angeltechnik 4: Hardbaits – Wobbler und Twitchbaits
Die Technik
Das Angeln mit Hardbaits, insbesondere mit Wobblern und Twitchbaits, gehört zu den spannendsten und abwechslungsreichsten Methoden beim Barschangeln.
Anders als beim klassischen Jiggen mit Gummifischen werden hier überwiegend feste Kunstköder verwendet, die kleine Beutefische nachahmen.
Diese Köder gibt es in unzähligen Größen, Formen, Farben und Ausführungen. Vom kleinen, nur wenige Zentimeter langen Wobbler bis hin zu größeren Twitchbaits ist nahezu alles möglich.
Das Besondere an dieser Angeltechnik ist die gezielte Köderführung.
Während klassische Wobbler häufig gleichmäßig durch das Wasser gekurbelt werden, erhalten Twitchbaits ihre besondere Bewegung durch kurze, teilweise kräftige Schläge mit der Rutenspitze.
Diese ruckartigen Bewegungen werden als Twitchen bezeichnet.
Dabei bricht der Köder seitlich aus, taumelt oder verändert plötzlich seine Schwimmrichtung. Dadurch entsteht der Eindruck eines verletzten oder flüchtenden Beutefisches.
Gerade diese unregelmäßigen Bewegungen können Barsche dazu verleiten, den Köder aggressiv zu attackieren.
Die verschiedenen Hardbaits
Die Auswahl an Hardbaits ist ausgesprochen vielfältig.
Neben klassischen Wobblern gibt es spezielle Twitchbaits, Crankbaits, Minnows und zahlreiche weitere Varianten.
Ein wichtiger Unterschied liegt in der jeweiligen Lauftiefe und im Auftriebsverhalten der Köder.
Schwimmende Wobbler – Floating
Diese Köder steigen während einer Einholpause wieder in Richtung Wasseroberfläche auf.
Sie eignen sich besonders für flachere Gewässerbereiche und können helfen, Hindernisse zu überwinden.
Schwebende Wobbler – Suspending
Suspending-Wobbler gehören zu den besonders interessanten Ködern beim gezielten Barschangeln.
Nach dem Erreichen ihrer Lauftiefe bleiben sie während einer Pause annähernd auf dieser Höhe im Wasser stehen.
Dadurch kann der Köder direkt vor einem Barsch präsentiert werden, ohne sofort aufzusteigen oder abzusinken.
Gerade diese Ruhephasen sind häufig entscheidend für den Fangerfolg.
Sinkende Wobbler – Sinking
Diese Köder sinken während einer Einholpause weiter ab.
Dadurch können sie auch in tieferen Gewässerbereichen eingesetzt werden.
Allerdings muss die Absinkgeschwindigkeit berücksichtigt werden, damit der Köder nicht ungewollt am Gewässergrund hängen bleibt.
Die richtige Köderführung
Beim Twitchen wird der Wobbler zunächst durch einige Kurbelumdrehungen auf seine vorgesehene Lauftiefe gebracht.
Anschließend erfolgen kurze, gezielte Schläge mit der Rutenspitze.
Dadurch bricht der Köder seitlich aus und imitiert einen Beutefisch, der plötzlich seine Richtung verändert.
Die Intensität dieser Bewegungen kann sehr unterschiedlich sein.
Manchmal reichen kleine, vorsichtige Zupfer aus.
An anderen Tagen reagieren Barsche besonders gut auf kräftige, aggressive Bewegungen, bei denen der Köder deutlich zur Seite schießt.
Entscheidend sind jedoch nicht ausschließlich die Bewegungen selbst.
Besonders wichtig sind die Pausen zwischen den einzelnen Twitches.
Gerade bei schwebenden Wobblern kann der Köder nach mehreren kräftigen Bewegungen einfach im Wasser stehen gelassen werden.
Häufig erfolgt genau in diesem Moment der Biss.
Der Barsch verfolgt den Köder zunächst, beobachtet dessen Bewegungen und nutzt schließlich die kurze Ruhephase für seine Attacke.
Deshalb lohnt es sich, mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen zu experimentieren.
Zwei kurze Twitches, eine Pause, anschließend ein kräftiger Schlag oder mehrere schnelle Bewegungen hintereinander können völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen.
Die richtige Ausrüstung
Beim Angeln mit Twitchbaits spielt die Wahl der Angelrute eine besonders wichtige Rolle.
Anders als bei vielen anderen Angeltechniken wird häufig eine etwas straffere Rute mit einer schnellen Aktion bevorzugt.
Die Rutenspitze sollte ausreichend steif sein, damit die kurzen Schläge direkt auf den Köder übertragen werden können.
Eine zu weiche Rute kann einen Teil dieser Bewegungen abfedern, wodurch der Twitchbait weniger deutlich ausbricht.
Gleichzeitig muss die Rute genügend Flexibilität besitzen, um die teilweise heftigen Bisse der Barsche abzufangen.
Für das klassische Twitchen auf Barsch eignen sich häufig Ruten mit einer Länge von etwa 1,90 bis 2,20 Metern und einem Wurfgewicht von ungefähr 5 bis 25 Gramm.
Kürzere Ruten erleichtern insbesondere die Köderführung mit nach unten gerichteter Rutenspitze.
Dazu passen Stationärrollen der Größe 1000 bis 2500 oder entsprechende Baitcaster-Kombinationen.
Bei der Schnurwahl sollte auf eine möglichst direkte Übertragung der Rutenschläge geachtet werden.
Geflochtene Schnüre bieten hierfür aufgrund ihrer geringen Dehnung gute Voraussetzungen.
Vorsicht beim Anhieb – die Schnur im Blick behalten
Eine Besonderheit beim Twitchen ist die zeitweise lockere Schnur.
Durch die ruckartigen Bewegungen der Rutenspitze entsteht häufig ein Schnurbogen.
Dieser ist teilweise sogar erwünscht, damit der Köder bei den einzelnen Twitches möglichst natürlich zur Seite ausbrechen kann.
Allerdings besteht dadurch die Gefahr, dass ein Biss nicht sofort bemerkt wird.
Gerade wenn ein Barsch den Köder während einer Pause attackiert, kann es passieren, dass der Fisch bereits gebissen hat, bevor sich der Kontakt bis zur Rutenspitze überträgt.
Deshalb sollte die Schnur während der gesamten Köderführung aufmerksam beobachtet werden.
Nach jedem Twitch empfiehlt es sich, überschüssige lose Schnur kontrolliert aufzunehmen, ohne den Köder unbeabsichtigt weiterzuziehen.
Ein Anhieb sollte erst erfolgen, wenn ausreichend Kontakt zum Fisch besteht.
Unser Tipp: Beim Twitchen nicht ausschließlich auf die Rutenspitze achten. Auch eine plötzlich seitlich laufende oder sich ungewöhnlich bewegende Schnur kann einen Biss anzeigen.
Besonderheiten beim Twitchen in der Elbe
Für uns als Elbangler bietet das Angeln mit Twitchbaits zahlreiche interessante Möglichkeiten.
Besonders spannend sind Buhnenfelder, strömungsberuhigte Bereiche, Hafeneinfahrten und Übergänge zwischen unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten.
Hier halten sich häufig kleinere Beutefische auf, denen die Barsche folgen.
Die Strömung der Elbe beeinflusst allerdings auch das Laufverhalten der Wobbler.
Ein Köder, der in stehendem Wasser hervorragend funktioniert, kann sich in stärkerer Strömung völlig anders bewegen.
Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass der Twitchbait auch unter den jeweiligen Strömungsverhältnissen sauber läuft.
Ebenso wichtig ist die richtige Lauftiefe.
Gerade in flacheren Buhnenfeldern können zu tief laufende Wobbler schnell zwischen Steinen hängen bleiben.
Hier bieten sich flach laufende Modelle an, während in tieferen Bereichen entsprechend andere Varianten eingesetzt werden können.
Unser Tipp aus der Praxis
Das Twitchen ist eine Angeltechnik, die etwas Übung erfordert.
Die richtige Abstimmung zwischen Rutenschlägen, Kurbelbewegungen und Pausen muss zunächst erlernt werden.
Wer jedoch einmal verstanden hat, wie sich unterschiedliche Twitchbaits unter Wasser verhalten, kann diese Köder ausgesprochen gezielt einsetzen.
Besonders interessant ist das Experimentieren mit den Ruhephasen.
Manchmal reichen wenige Sekunden aus, um einen Barsch zum Biss zu verleiten.
An anderen Tagen muss der Köder deutlich länger stehen bleiben.
Nicht immer ist der aggressivste Twitch entscheidend. Häufig ist es gerade die anschließende Pause, die den Barsch zum Anbiss bringt.
Beifänge beim Twitchbait-Angeln in der Elbe
Eine weitere Besonderheit beim Angeln mit Twitchbaits ist die Möglichkeit, neben Barschen auch andere Fischarten zu fangen.
Gerade die Elbe bietet mit ihrem vielfältigen Fischbestand immer wieder Überraschungen.
Neben Barschen können insbesondere Zander, Hechte, Rapfen und Döbel auf Wobbler und Twitchbaits reagieren. Auch andere räuberisch jagende Fischarten kommen gelegentlich als Beifang infrage.
Diese Arten sind für den Dresdner Elbabschnitt dokumentiert.
Besonders interessant sind Rapfen, die häufig auf schnell geführte Kunstköder reagieren und für ihre kräftigen Attacken bekannt sind.
Auch Zander können Twitchbaits attackieren, insbesondere wenn diese in geeigneten Wassertiefen und während längerer Pausen angeboten werden.
Hechte sind ebenfalls mögliche Beifänge. Deshalb sollte bei Hechtgefahr ein ausreichend bissfestes Vorfach verwendet werden.
Gerade diese Unberechenbarkeit macht das Twitchen besonders spannend.
Wer einen Twitchbait durch die Elbe führt, weiß nicht immer, welcher Räuber als Nächstes zupackt.
Dabei sind selbstverständlich die geltenden Schonzeiten, Schutzbestimmungen und Angelregeln zu beachten.
Petri Heil!



